Was versteht man unter FTTX?

In unserer modernen Welt hat das Internet einen sehr hohen Stellenwert. Täglich werden Millionen Mails geschrieben und empfangen. Auch der Bedarf an Bandbreite steigt, denn immer mehr Ideen werden im Netz umgesetzt. Das beste Beispiel dafür sind die Videoplattformen. Nur wer einen guten Anschluss hat, der kann die Videos auch in bester Qualität schauen. Besonders Glasfaserkabel sind für diese hohen Anforderungen bestens geeignet.

Da das Glasfaserkabel nicht sonderlich günstig ist und noch nicht überall verlegt wurde, unterscheidet man, bis wohin das Kabel gelegt wurde. Dabei ist es üblich, dass das Kabel bzw. das Glasfasernetz nicht bis zum Endverbraucher verlegt wird. In den meisten Fällen wird auf den letzten Metern ein Kupferkabel verwendet. Der Fachmann unterscheidet die verschiedenen Stufen, in denen das Netz ausgebaut ist. Diese Unterscheidungsvarianten heißen FTTX.

Doch was bringen die Zugänge wie FTTB, FTTH oder FTTC? Das alte Kupferkabel hat ausgedient. Die drei Namen FTTB, FTTH und FTTC sind allesamt Internetanschlüsse per Glasfaserleitung. Durch die Glasfaser werden die Daten per Lichtsignale übertragen. Die Fasern zur Übertragung sind dabei nur 9 Mikrometer dick. Fasst man alle Glasfasernetze bis zum Kunden zusammen, erhält man FTTX. Dabei unterscheidet man zwischen FTTC, also Fiber to the Curb, was so viel wie Glasfaser bis zum Bordstein bedeutet. FTTB, also Fiber to the Building wird mit Glasfaser bis ins Gebäude übersetzt und FTTH, Fiber to the Home, bedeutet, dass die Glasfaser sogar noch bis in die Wohnung gelegt wurde. FTTC ist dabei natürlich das am wenigsten aufwändigste und Fiber to the Home das aufwändigste. Übrigens kennen die meisten Kunden FTTC unter einem anderen Begriff: VDSL. Kaum ein Anbieter wird FTTC anbieten. VDSL ist dafür ein sehr üblicher Begriff.

In Europa sieht die Situation wie folgt aus. FFTH ist bereits vertreten, jedoch gerade am Beginn des Ausbaus. In Deutschland wurden bereits über 300.000 km Glasfasernetz verlegt. Der Großteil davon liegt in Berlin und München. Die Hauptinvestoren im Bereich der Glasfasertechnik sind die Deutsche Telekom und NetCologne. Zur Cebit 2011 wurde von der Deutschen Telekom bekannt gegeben, dass das Fiber to the Home Netze in Brühl, Hannover, Mettmann, Potsdam, Rastatt und einigen weiteren Städten ausgebaut werden. Bis Ende dieses Jahres sollen dann in ganz Deutschland über 150.000 Anschlüsse möglich sein.

This entry was posted on Donnerstag, Januar 26th, 2012 at 08:06 and is filed under Internet. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Both comments and pings are currently closed.